Jusos Kreisverband Gütersloh

Tönnies muss zahlen, Adenauer muss gehen!

Über 600 Corona-Fälle bei der Firma Tönnies, mehr als 7000 Menschen in Quarantäne – die Schließung der Schulen und Kitas trifft die Menschen bei uns im Kreis Gütersloh schwer! Das verantwortungslose Handeln des Unternehmens hat dazu geführt, dass ein weiterer Lockdown im Raum steht. Es kann nicht sein, dass die Eltern und Kinder im Kreis jetzt neue Einschränkungen ertragen müssen, weil Tönnies und Landrat Sven-Georg Adenauer versagt haben!

Landrat Adenauer hat viel zu spät den längst überfälligen Schritt getan und Tests im Betrieb in Rheda-Wiedenbrück angeordnet. Damit hat er seinen eigenen schwerwiegenden Fehler eingestanden, der Weiterführung des Betriebes, ohne ein schlüssiges Hygienekonzept, zuzustimmen. Die langfristigen Folgen sind für den Kreis noch nicht abzusehen!

Auch wenn die Entwicklung recht plötzlich kommt – überraschend war sie nicht!

Die Bedingungen in der Mitarbeiterkantine, die katastrophalen Verhältnisse bei der Unterbringung der Beschäftigten, deren gemeinsamer Transport dicht an dicht in Kleinbussen – das alles war dem Landrat schon länger bekannt und ist die Folge eines Geschäftsmodells in der Fleischindustrie, bei der die ArbeiterInnen rücksichtslos ausgebeutet werden.

Das war eine Katastrophe mit Ansage!

Nach der angekündigten Schließung des Betriebes muss der Landrat jetzt auch persönliche Konsequenzen ziehen – er hat in seinem Amt schwerwiegende Fehler begangen. Für dieses Amt bewirbt er sich erneut. Wir fordern ihn auf, das noch einmal zu überdenken! Das Mindeste wäre, dass er über seine erneute Kandidatur noch einmal nachdenkt!

Der Versuch von Ministerpräsident Armin Laschet und Adenauer, jetzt die Schuld auf die südosteuropäischen ArbeiterInnen zu schieben, ist verwerflich und gefährlich! Die Schuld steckt im System der massenhaften Fleischverarbeitung und Vertrieb, nicht bei den ArbeiterInnen.

Junge Sozialisten in der SPD